Das Schützenjahr 2007

20. u. 21.01.2007

Sebastianus Schützen ermitteln ihre neuen Majestäten

Bewerber gab es genug in diesem Jahr, so munkelte man zumindest, aber nur einer blieb am Ende standhaft, denn als es ernst wurde, blieb nur noch ein ernsthafter Kandidat übrig, der nicht nur dazu bereit war, sondern sich sehr darauf freute der neue König der St. Sebastianus Schützen aus Aldenhoven zu werden, Brudermeister Ralf Herhut.

 

So war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis mit dem 65. Schuss das begehrte Stück Holz in Form eines Vogels das Zeitliche segnete und seinen letzten Flug antrat.

Zu den ersten Gratulanten gehörten neben seinen beiden Töchtern, seiner Frau und dem Rest seiner Familie auch der amtierende König Karl Heinz Kroschka und seine Frau Monika, Protektoren, Freunde und Besucher aus anderen Bruderschaften und der Bevölkerung und viele Andere.

Doch damit nicht genug, es gibt natürlich noch mehr zu berichten, denn nur kurze Zeit vorher errang mit dem 23. Schuss Simone Herhut, die Tochter des neuen Königs, die Schülerprinzessinnenwürde und wird gemeinsam mit ihrem Vater die Bruderschaft 2007 und 2008 ab dem kommenden Schützenfest repräsentieren. Die Bruderschaft wünscht ihnen dafür alles erdenklich Gute.

Um das Paket dann noch voll zu machen, nachdem bereits Simone Herhut als neue Schülerprinzessin fest stand und Ralf Herhut als neuer König, erzielte Stephanie Herhut, die neue Königin, 29 Ringe auf dem Damenpokal und darf nun auch noch diesen, neben den ganzen Insignien der Majestäten, ein Jahr lang hegen und pflegen. Der Königspokal ging mit ebenfalls 29 Ringen an Lothar Goletz.


Patronatsfest

Jedes Jahr im Januar feiern die Schützen aus Aldenhoven ihr Patrozinium zum Gedenken an ihren Schutzheiligen, den heiligen Sebastian, so auch in diesem Jahr. Und traditionell tun sie dies mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, bevor sie dann zu ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung schreiten.

Die Versammlung steht in diesem Jahr spontan unter dem Zeichen der "Rose von Jericho", die Dechant Rainer Müsers beim Gottesdienst der Gemeinde präsentierte, als eine Pflanze, die auch nach Jahren ohne Wasser auf dem richtigen Boden wieder zu neuem Leben erwachen kann.

 

"Die „Auferstehungspflanze“ wird schon in der Bibel im Buch Sirach erwähnt. Nach der Legende hat Maria die Pflanze auf ihrer Flucht von Nazareth nach Ägypten gesegnet, daher wird sie auch Rose der Heiligen Maria und in Ägypten die Betenden Hände Marias genannt.

 

Esoteriker schreiben der Rose von Jericho übernatürliche Kräfte zu, insbesondere wegen ihres angeblich Jahrhunderte langen Lebens. Die außergewöhnliche Pflanze wurde auch in Zusammenhang mit der Wiederauferstehung Christi gebracht."

 

Die wieder einmal gut besuchte und bis auf den letzten Platz besetzte Versammlung verlief wider Erwarten sehr harmonisch, trotz der schlechten Bilanz des letzten Jahres und der angekündigten Beitragserhöhung. Die Einnahmen sinken, die Kosten steigen ins Unermessliche, aber dennoch sieht die Bruderschaft positiv in die Zukunft und will weiterhin an ihrem Vereinsleben und den traditionellen Schützenfesten festhalten.

 

Besonders erfreulich ist daher auch, dass die Bruderschaft auch für das Kommende Jahr wieder einen würdigen Nachfolger, bzw. eine würdige Nachfolgerin, für den amtierenden Protektor Peter Schlebusch gefunden hat. Irene Oellers, ortsansässige Apothekerin und Gönnerin der Bruderschaft wir das Protektorat für das kommende Schützenjahr übernehmen, und damit die Bruderschaft an der Seite der neuen Majestäten repräsentieren.

 

Weiterhin konnte Brudermeister Ralf Herhut den anwesenden Vertretern der CF Selbsthilfe, Herbert Lange und Willi Dickmeis, wieder eine Spende in Höhe von über 800 Euro überreichen und dies nun bereits zum 15. Mal in der Vereinsgeschichte, der diese Aktion 1988 ins Leben gerufen hatte. Herbert Lange dankte den Schützenbrüdern für ihre langjährige Treue und Unterstützung für die Kinderkrebshilfe aus Aachen.

Ein weiteres Highlight war die Pokalübergabe von Arnold Greven an Schiessmeister Karl Heinz Wieland, der beim Bezirkskönigsschiessen mit dem 26. Schuss Ehrenkönig wurde.


07.04.2007   Ostereier und andere Leckereien für unsere Jüngsten

Traditionell am Karfreitag halten die Schützen aus Aldenhoven ihr Ostereierschießen ab. Hier gilt es nicht nur für unsere Kinder möglichst gute Ergebnisse zu erzielen um dann einige Ostereier als Belohnung mit nach Hause zu nehmen, sondern auch das Glückskartenschießen findet großen Anklang, winken doch den Siegern große Mengen an Schokolade und anderen Osterleckereien.

Für die ganz Kleinen, die noch nicht schießen können oder dürfen treten Eltern oder Großeltern an und mit Körben, Tüten oder mit vollen Taschen kann jeder nach dem Schießen und den Siegerehrungen nach Hause gehen und das Osterfrühstück ist gesichert.


15.09.2007  Schützenfamilienwandertag 2007 nach Vogelsang

Am Samstag, den 15.9.2007, um 13:00 Uhr versammelte sich die Schützenfamilie am Sebastianus Ehrenmal. Der Schützenfamilienwandertag hatte das Ziel die ehem. „Ordensburg“ Vogelsang bei Einruhr zu besuchen.

Den ersten Eindruck erhielten die 29 Reisenden bei der Totalsperrung der Autobahn A4. Auf der Gegenfahrbahn, sammelte die Polizei sämtliche Nobelkarossen aus dem Verkehr, die evtl. an der verbotenen Cannonball - Rallye nach Prag hätten teilnehmen können.

 

Es ging bei herrlichem Wetter durch die schöne Eifel, durch kurvenreiche und waldreiche Täler über Simmerath und Einruhr dem Tagesziel entgegen. Auf dem Höhenzug hinter Einruhr war die Einfahrt zur ehem. Kaserne. Die Wachhäuschen wurden als Kassenhäuschen für die Parkgebühren benutzt.

 

Nach dem entrichten der Parkgebühren mussten wir noch ca. 2 km bis zum eigentlichen Ziel fahren. Vorbei an vielen Panzerabstellplätzen und Splitterboxen die eindeutig der militärischen Nachkriegsarchitektur mit viel Beton zuzuordnen waren. Hinter einer leichten Kurve und einer kleinen Kuppe senkte sich das Gelände mit der Straße einer schweren, bedrohlich wirkenden Toranlage aus Naturstein zu. Ein gewisses Unbehagen machte sich bei mir breit. Dieser Anblick der Toranlage erinnerte mich an Bilder von Eingängen zu Konzentrationslagern, wie man sie aus Büchern kennt. Nach der durchfahrt weitete sich das Gelände und modernere Kasernen- und Militärbebauung neben alten Natursteinbauten wurden sichtbar. Nach einer informationsreichen Führung über das Gelände und durch einige Gebäude wurde mir/uns der Sinn, Unsinn und Wahnsinn dieser Anlagen und des Systems wieder deutlich. Doch die imposante Architektur und die wunderschöne Lage hinterließen ihre Eindrücke. Selbst englische und belgische Besatzungstruppen nutzten die Vorlagen aus der Nazizeit, um Gebäude wieder Originalgetreu aufzubauen und für neue Zwecke zu nutzen.

Nach soviel Informationen wurde im „Adlerhof“ noch eine kleine Pause in strahlendem Sonnenschein gemacht. Frisches Bit vom Fass und Reibekuchen wurden angeboten. Allerdings hatte Brigitte Mosebach für eine ganze Kompanie, Frikadellen und Senf, Käse und Gürkchen mitgebracht. So gestärkt wurde der Heimweg nach Aldenhoven angetreten. Bei Josef und Christel Beyhs auf dem Hof warteten schon die, die nicht mit an der Fahrt teilnehmen konnten. 45 Mitglieder der Schützenfamilie erlebten einen gemeinsamen, sternenklaren Abend mit Getränken und gegrillten. In einer gemütlichen Runde klang der Tag unter hell leuchtenden Sternen aus.


15.12.2007   Advent am alten Turm

Seit einigen Jahren schon bemühen sich die Schützen darum, den Alten Turm zu einem Schützen- und Heimatmuseum umzubauen und nutzbar zu machen. Die Arbeiten schreiten immer weiter voran und so rückt der Alte Turm immer mehr in den Mittelpunkt des Vereinslebens.

 

Was könnte es nun also Schöneres geben, als den Alten Turm in der Vorweihnachtszeit in den Geruch von Reibekuchen und Glühwein zu hüllen, um ihren Turm noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken und ihn auch der Bevölkerung wieder ein Stück weit zugängig zu machen.

 

So feiern die Schützen daher am 15. Dezember 2007 ab 12.00 Uhr "Advent am alten Turm". Dort wird es von 12.00 bis ca. 18.00 Uhr frische Reibekuchen und Glühwein, sowie Plätzchen, Kuchen und Kaffee geben. Aber auch an Kaltgetränken soll es nicht mangeln. Die Schützen und der Alter Turm freuen sich auf ihren Besuch.


23.12.2007   Das Jahr 2007

Liebe Schützenfamilien,

liebe Freunde und Gönner der Schützenbruderschaft!

 

Ein ereignisreiches Jahr nähert sich dem Ende. Die Schützenbrüder haben einige Höhen und Tiefen durchlebt. Wir mussten schwere Verluste aus unseren Reihen hinnehmen und bangten um erkrankte Mitglieder. Die meisten haben sich wieder erholt und sind bei uns. Allen erkrankten möchte ich auch von hier aus, eine baldige Genesung wünschen.

 

Aber nicht nur dunkle Wolken hingen am Himmel. Mit dem ersten Paukenschlag hörte es auf zu regnen und das Aldenhovener Schützenfest hatte begonnen. Für mich und meine Familie ein besonderes Fest. Trotz langjähriger Erfahrung im Bruderschaftsleben, ein ganz hervorragend Schützenfest 2007. Niemals hätte ich es mir träumen lassen, welche wunderbare Bereicherung es im Schützenleben ist, einmal Schützenkönig der St. Sebastianus Schützenbruderschaft sein zu können. Ich wünsche jedem, diese Erfahrungen machen zu können.

 

Am 30.11.2007 hat unser Pastor, Rainer Müsers, seinen letzten „Arbeitstag“ als Pfarrer in St. Martinus gehabt. Für seine mehr als 30jährige Unterstützung als Präses der Bruderschaft möchte ich mich auch an dieser Stelle recht herzlich bedanken. Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir ihm besonders Gesundheit.

 

Im Alten Turm geht es auch weiter voran. Wir konnten am 15.12.2007 einige besinnliche Stunden in adventlicher Stimmung verbringen und einigen Schützenbrüdern und Gästen den Alten Turm etwas näher bringen.

 

Und nun wird es weihnachtlich still, bis wir uns zum Patronatsfest am 19. und 20. Januar 2008 wieder sehen.

 

Liebe Schützenfamilien, liebe Freunde und Gönner!

 

Ich wünsche Euch und ihnen, sowie ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2008 alles Gute und vor allem Gesundheit.

 

Ralf Herhut

Brudermeister